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Aktuelles

vom 10. November 2020

Laserhub setzt auf Cloud-Lösung von WiCAM

Neuigkeiten, 10. November 2020

2017 gründeten 3 ehrgeizige Unternehmer das Startup Laserhub. Die Idee dahinter war die Entwicklung einer Blechteilebeschaffungsplattform – und die PNCloud-Produkte von WiCAM lieferten die passenden Bausteine für die Unternehmung. Algorithmen nutzen mittels der API-Schnittstelle die Funktionen Abwickeln, Schachteln, Konvertieren und das Kalkulationsmodul. Die Ermittlung für exakte Preise und präzise Auftragsgenerierung erfolgt über die gemeinsam mit WiCAM entwickelte Cloud-Lösung in Echtzeit.

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Die Bestellung von beliebig vielen Blechteilen zum besten Preis reduziert sich somit auf wenige Sekunden. Pro Tag können so mehr als 100.000 Teile kalkuliert und tausende von Aufträgen generiert werden. Kontinuierliche gemeinsame Entwicklungen bieten schon heute maximale Leistung und Konnektivität – und schaffen die Standards für die Lösungen der nächsten IT-Generationen.

 

Herr Adrian Raidt (rechts im Bild), Geschäftsführer von Laserhub im Gespräch mit Herrn Maximilian Herz, CMO von WiCAM (links im Bild) über die Zusammenarbeit zwischen Laserhub und WiCAM sowie die Zukunft des Maschinenbaues.

Herr Adrian Raidt (rechts im Bild), Geschäftsführer von Laserhub im Gespräch mit Herrn Maximilian Herz, CMO von WiCAM (links im Bild) über die Zusammenarbeit zwischen Laserhub und WiCAM sowie die Zukunft des Maschinenbaues.

2017 gab es ja bereits einige Onlineplattformen, die sich auf den Beschaffungsprozess spezialisiert hatten. Was genau unterschied Laserhub von bestehenden Vermittlungsplattformen am Markt?

A. Raidt: Vermittlung ist das Stichwort worum es geht. In den 90er Jahren waren Vermittlungsplattformen modern. Die Vermittlungsplattformen haben die Intransparenz vom Markt gelöst in dem sie Lieferanten gelistet haben. Allerdings wurde das Vertrauensproblem nicht gelöst, nämlich die Frage, ob der Lieferant der das beste Angebot abgibt auch gut ist. Genau für dieses Problem hat Laserhub in den letzten Jahren die passende Lösung entwickelt.

Der Kunde wird von uns nicht vermittelt, sondern der Kunde kauft von uns. Wir stellen sicher, dass sein Auftrag bei den richtigen Lieferanten produziert wird. Letztendlich ist unser Wertversprechen dem Kunden gegenüber: „Peace of Mind“. Er hat einen digitalen Prozess, kann über uns bestellen und sein ganzes Beschaffungsproblem auf uns überlagern.

 

Wie berechnet sich der Angebotspreis, wenn der Kunde seine Datei hoch geladen hat?

A. Raidt: Die Angebotsberechnung ist bei jeder Anfrage ein dynamischer Prozess. Sobald der Kunde seine Zeichnung hoch geladen hat, simulieren wir die Produktion. Das bedeutet, bei einem Biegeteil erstellen wir im ersten Schritt die Abwicklung. Danach erstellen wir das Nesting und auf dieser Grundlage und weiterer Informationen ermitteln innerhalb von Sekunden einen Preis.

 

Welche Aufgabe übernimmt WiCAM bei diesem Prozess?

A.Raidt: Bereits zu Beginn war uns klar, dass wir für die Analyse von CAD Dateien einen verlässlichen Partner brauchen. WiCAM liefert uns im Rahmen dieser Kooperation Softwarelösungen für die automatische Kalkulation, Nesting und Kapazitätsplanung.

Was geschieht im Hintergrund, nachdem der Kunde das Angebot angenommen hat und eine verbindliche Bestellung ausgeführt hat?

A. Raidt: Wir haben ein Netzwerk von Lieferanten und je nach Kapazität und Lieferbedingungen wird der optimale Lieferant für den Auftrag herausgefiltert. Da wir im Vorfeld alle relevanten Informationen abgefragt haben und mit technischen Algorithmen einen exakten Produktionspreis errechnet haben, gibt es hier so gut wie keine Unklarheiten. Ein Punkt der hier noch zu beachten ist, ist dass wir in engem Kontakt mit unserem Lieferantennetzwerk stehen und wir dementsprechend eine hohe Materialqualität gewährleisten können.

 

Welches Wachstum sehen Sie für Laserhub auf Sicht der nächsten Jahre in Bezug auf Globalisierung? Bzw. welche Visionen haben Sie als Unternehmer für die kommenden Jahre?

A. Raidt: Mit Laserhub haben wir eine skalierbare Lösung entwickelt, mit der wir schnell weitere Länder erschließen können. Neben Deutschland sind wir bereits in Österreich und Frankreich aktiv. Bezüglich Globalisieren sehen wir aktuell eine extreme Gegenbewegung, durch Corona noch verstärkt. Jedes Unternehmen welches seine Blechteile in der Vergangenheit aus Fernost importiert hat, muss sich überlegen, ob dies langfristig der richtige Weg ist. Unser Modell, dass der Kunde zentral bei der Plattform bestellt, die aber gleichzeitig versucht so lokal wie möglich zu produzieren, geht genau in diese Richtung. Eine hochflexible, hochstabile „supply chain next door“.

 

Wieso haben Sie sich für WiCAM entschieden?

A. Raidt: Jede langfristige Kooperation basiert für uns auf 3 Ebenen. Persönliche Ebene, Fachliche Ebene und letztendlich das wohl Entscheidende für uns, wir nennen dies den „Startup-Fit“. Passt unser Partner zu uns als Unternehmen? Darunter verstehen wir, dass man schnell Ideen umsetzt und keine Angst vor technischen Herausforderungen hat, gleichzeitig aber dauerhafte und leistungsstarke Lösungen entwickelt.

 

Was hat Sie auf der technischen Ebene bei WiCAM überzeugt?

A. Raidt: WiCAM war bereits zu Beginn der Kooperation sehr fortschrittlich im Bereich Schnittstellenkonnektivität. Durch diesen Fortschritt, war die Integration der Funktionen von WiCAM bei Laserhub über die API Schnittstelle sehr schnell realisierbar. Neben der Schnittstellenkonnektivität haben wir hier ein Unternehmen gefunden, welches mit uns den Beschaffungsprozess komplett neu denken wollte.

 

Das Tagesgeschäft von WiCAM ist die Vernetzung von beliebigen ERP Systemen mit der Produktion. Wie ist Laserhub in diesem Bereich aufgestellt?

A. Raidt: Diesen Paradigmenwechsel stellen wir bei immer mehr Kunden fest. Aktuell befinden wir uns mit einigen Kunden diesbezüglich in der Betaphase. Eines der großen Ziele von Laserhub ist es, dass wir in den kommenden Jahren eine Standardlösung anbieten können, womit der Kunde direkt aus dem ERP System heraus bei Laserhub bestellen kann.

 

 

Wie sehen Sie in diesem Zusammenhang die Entwicklung des Maschinenbaus auf Sicht der der nächsten 20 Jahre?

A. Raidt: Der massivste Einfluss wird sicherlich das Thema „Digitalisierung“ sein. Ein Teil dieses Prozesses ist bereits geschehen aber ich gehe von einer starken Beschleunigung innerhalb dieses Jahrzehnts aus. Die Frage wird sich in Zukunft nicht mehr stellen, ob die Maschine einen 4, 6 oder 8 KW Laser hat, sondern mit welcher Software wird die gesamte Produktion gesteuert. Gerade in diesem „Matching“ steckt noch viel Potenzial und Effizienzgewinne die wir realisieren können.

 

Wie ist Laserhub bis jetzt durch die Corona Krise gekommen?

A. Raidt: Aus meiner Sicht, gibt es zwei Perspektiven die man hier betrachten muss. Kurzfristig betrachtet, steht der Maschinenbau vor großen Veränderungen. Glücklicherweise hat es uns dennoch nicht so hart getroffen wie andere Branchen.

Während die großen Industrieunternehmen um uns herum fast alle in Kurzarbeit waren, konnten wir unsere Umsätze steigern. Das war für uns ein gutes Gefühl und hat unsere Vision weiter bestätigt. Mittelfristig glauben wir, dass die aktuelle Krise sich positiv auf unser Geschäftsmodell auswirken wird.

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